Geschichte Ural Cobra.

Cobra in Aktion

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Mein Freund Sergey und ich testen Motorrad Cobra in verschiedenen extremen Situationen.

Meine Firma und meine Cobra

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Unser Haustier Bondik beschäftigt sich auch mit Cobra gern. Meine Frau und Geschäftsführerin Taisia und ich kümmern sich um unseren "Sohn". Im Hintergrund steht Reisebüro Viktoria Reisen.

Restaurierung

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Die Cobra wurde von dieser Uralwerkstatt komplett bis zu einer Schraube zerlegt und neu aufgebaut.

Durch die aktuelle Marktentwicklung werden russischen Unternehmen immer mehr dazu bewegt, nach neuen Absatzmärkten zu suchen und ihre Produktion in Richtung der Verbraucher zu wenden. Ein hervorragendes Beispiel für diesen Prozess zeigt uns das Motorradwerk der Stadt Irbit: Das Motorradwerk ist bemüht, im Laufe der letzten Jahre dem ausländischen Einfluss standzuhalten und sich gegen hohe Qualität, sowie außerordentliche Konsumeigenschaften der ausländischen Modellen zu behaupten, in dem man versuchte die russische Motorrad-Modelle aus dem Mark zu verdrängen. Dennoch produzierten im letzen Jahr die Motorradwerke der Stadt Irbit ein stilvolles Ural Voyage Motorrad. Doch finanziell stellte das neue Modell des Motorrads eine große Herausforderung für jeden Motorradliebhaber. Die Idee zur Entwicklung von einem russischen Chopper, war beim berühmten Ural-Unternehmen schon seit längerer Zeit präsent, sowie das Programm zur Schaffung eines stillvollen, chromierten Motorrads. Doch das etwas gewöhnungsbedürftige Aussehen des Ural Voyage und besonders der Preis machten das Modell nicht besonders beliebt. Solche teuren inländischen Chopper brauchte kein Biker. Es war einfacher einen Ural zu kaufen, in dieses etwas Zeit und Geld zu investieren und es nach eigenen Vorstellungen so umzubauen, dass die Individualität des Motorrades zum Vorschein kommt.

In Anbetracht dessen, haben die Entwickler des neuen Motorrads, Ingenieur Alexander Strokin und Designer Viktor Shevchenko beschlossen, ein völlig neues Motorrad, mit einem denkwürdigen Auftritt und günstigen Preis, konstruiert.
Die Bedingungen gestalteten sich für die Entwickler außerordentlich schwierig. Selbstverständlich wurden bei der Entscheidung maximale, vorgearbeitete Bestandteile und wesentliche betriebstechnische Kader zu Verfügung gestellt. Doch viele Modernisierungswünsche der Bikern sind nicht unbemerkt geblieben. In Rekordzeit von einem Monat wurde das neue Modell nicht nur entwickelt, sondern auch in Realität umgesetzt. Niemand erwartete nichts dergleichen, und als man auf der improvisierten Präsentation die Motorradabdeckung abnahm, kam es zu einem Aufschrei der Begeisterten zu einem entkommenen Ausruf: "Endlich!"

Urteilen Sie selbst: Stilvoller altmodischer Starrahmen mit einem steifen 15- Zollhinterrad, Scheibenbremsen und vor allem der Preis, der noch nicht bekannt war, war sicherlich für jeden Biker zugänglich gewesen. Die gelb-schwarze Farbe des Motorrads hat viele Biker in Erstaunen gebracht, der Name wurde nach dem Aussehen des Motorrads ausgesucht und zu "Cobra" getauft.
Nun stand sie- die extravagante "Ural-Cobra", ein neuer Chopper für russische Motorradfahrer.

Nun zur Konstruktion. Das Fahrwerk ist im Geiste Retro projektiert worden. Es sieht schön, wie ein Maßwerk aus. Trotzdem weisen die Schöpfer auf eine längst läufige Steifheit des Motorrads auf. Die Räder, Gabel, Tank, das Armaturenbrett, Tachometer und Drehzahlmesser wurde von der "Voyage" übernommen. Der Motor zeigt keine Veränderungen. Man hat diesen Motor nach unten und leicht nach vorne versetzt. Doch in vorausschaubarer Zukunft ist für die Komplettierung von Motoren für verschiedene Hubraumvarianten von Motoren ab 649cm3, 720cm3, 750cm3 und 825cm3 Kubikzentimetern möglich. Die Inbetriebnahme der ursprünglichen Version ist gewohnheitsbedingt. Gestartet wird mit einem Kickstarter. Sollte der Käufer andere Wünsche äußern, kann die Komplettierung für diesen geändert werden. Weiterhin bringt uns der wunderbar gefederte Fahrersitz auf Gedanken, dass die starre hintere Aufhängung nicht so furchtbar aussehen mag, doch wir enthalten uns des Kommentars. Durch die niedrige Platzierung des Motors, scheint das Motorrad lang und solide zu sein, die horizontal angeordneten Auspuffrohre ergänzen das äußerliche Aussehen. Unter dem Kraftstofftank wurde ein beeindruckendes Handschuhfach, der leicht bei Bedarf entfernt werden kann, platziert.

Prinzipiell neu war für russische Konstrukteure das doubeln der Fußsteuerung. Der Schalthebel und die Bremse wurden an die vorverlegten Fußrasten - Stange angeordnet. Jetzt kann man mit ausgestreckten Beinen die komfortable Fahrweise genießen und gleichzeitig das Motorrad lenken. Für kleinwüchsige Fahrer sind Standartfußrasten erhalten geblieben, sie sind bequem bei manövrieren im Stadtverkehr.

Die Eindrücke der äußerlichen Erscheinung der "Ural Cobra" ,wenn man den Kraftstofftank, der auf dem Rahmen platziert ist, außer Betracht lässt, durchaus positiv. Die Farbe, das Cobrabild, die Geometrie, wie man so sagt, wurde zum heiß diskutierten Thema.
Uns ist es dennoch geglückt, das neue Motorrad fahren zu können. Zu einem Wunder kam es jedoch nicht, "Ural" ist "Ural" geblieben. Solche lebhafte Eindrücke haben wir schon lange nicht mehr empfunden. Der größte Teil dessen, wie man es schon erahnt und auch vermisst hat, war das Fehlen der weichen Aufhängung des Hinterrades. Auf Erdhügeln vermisst man bei diesem Bike die Federung, es stellt sich die Frage wie man überhaupt damit auf Pflastersteinen fahren konnte. Auf einem glatten Asphalt ändert sich das Bild zu besseren Seite, dennoch sollte man versuchen die Dellen und Holpersteine zu umfahren. Übrigens, schneller als 130 km /h sollte man zur eigen Sicherung nicht fahren. Aber, die "Cobra" bittet, wie kein anderes Motorrad breite Möglichkeiten, um ihre Individualität zu unterstreichen. Wen kann man schön im 21. Jahrhundert mit einem federlosen Hinterrad beeindrucken? Man kann nur den Komfort des Passagiers erahnen. Denn sein Platz hat schließlich, keine elastischen Elemente. Somit ist das Motorrad ein Bike eines Egoisten, das seine eigene Coolness unterstreicht. Übrigens, der Sitz des Fahrers ist durchaus bequem , wie mit gestreckter so auch mit gewöhnlicher Sitzhaltung. Und wenn die Pläne der Kader der Uralwerke für die Herstellung und Wartung des neuen Modells in Kraft bleiben, dann wird der neue Chopper der Stadt Irbit eine große Zukunft haben.

Ein Überblick über dieses Motorrad "Ural Cobra" wurde im Oktober 1997 bei der Presseschau in der Zeitschrift "MOTO", gegeben. Wie sich aber herausstellte: die Zukunft dieses Modells war aussichtslos. Es wurden nur 16 Exemplare Ural "Cobra" produziert. Für die Untersuchung der Nachfrage wurden alle Arten von luftgekühlten und wassergekühlten Motoren ab 650cm3, 720cm3 u 750cm3, die zu diesem Zeitpunkt in der Fabrik vorhanden waren, zu Verfügung gestellt. Die Basismodelle waren 720cm3, und 750cm3 Motoren, der 825cm3 Motor war niemals auf keinem Serienmotorrad realisiert worden. Eine besondere Begeisterung hat dieses Motorrad nicht aufgerufen, grüoße Nachfrage hat gänzlich gefehlt. Keiner von den Motorradkunden, auch wenn die äußerliche Erscheinung durchaus gefallen hat, wollte sich und seinen Soziusbegleiter, durch das Fehlen der Federung peinigen. Mit Mühe und Not in wurden einigen Jahren nur 15 bis 16 Stück des Modells realisiert. Jede gebaute Ural-Cobra war anders als man sie auf den Bilder in der Presse und Internet zu sehen bekommen hat. Eine Abbildung der Cobra auf dem Tank der Serienmaschienen war stark vereinfacht oder gar abwesend. IMZ Ural Motorrad Cobra 1997

Das letzte bzw. erste Muster der "Ural- Cobra" wurde in der russischen Zeitschrift "MOTO" vorgestellt.
Dieses Motorrad wurde später in dem Irbiter - Museum, die man sie auch dort zu sehen bekommt, hingestellt.
Trotz des kommerziellen Misserfolg des Modells und der geringen Anzahl produzierter Exemplare, zeigt das Motorrad die Einzigartigkeit jeder der 16 Modelle, mit ihren unterschiedlichen Motoren, verschiedenen Darstellungen an Motiven der Cobra auf dem Tank, sowie anderen Details der Gestaltung , künstlerische Exklusivität und Exotik ,- die Cobra kann man, als die erste Ural, die nach dem Prinzip der Limited Edition und einen interessantesten aus allen modernen limitierten Serien genannt werden.
15 Jahre nach dem Debüt "Die Cobra" hat sie sich unter Kennern und Sammlern von seltenen Motorrädern beliebt gemacht.



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